ANTI-SAUNA (-110°C)
 
Anti-Sauna oder Ganzkörperkältetherapie (GKKT)
Gesundheit, die aus der Kälte kommt. Kälte wurde schon in früheren Zeiten als heilende Kraft genutzt. Man begrüßt die kühlende und somit wohltuende Wirkung bei Prellungen, Quetschungen, blauen Flecken (Hämatomen)...u.a...

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.: Geschichtliche Hintergründe
.: Verlauf der Behandlung
.: Schmerzlinderung
.: Auswirkung auf den menschlichen Organismus
.: Indikationen für die Kältetherapie
.: Kontraindikationen
.: Mobilisierung Ihrer Kraftreserven
.: Die vitalisierende Wirkung
 
Geschichtliche Hintergründe
Es handelt sich um ein wissenschaftlich gesichertes Therapieverfahren, dessen erstaunliche Erfolge durch zahlreiche internationale Studien belegt werden können.

Ursprünglich wurde die GKKT in Japan entwickelt und erprobt. Derzeit arbeitet man in 7 europäischen Ländern an der Anerkennung der Antisauna als offizielle Behandlungsmethode. In Deutschland existieren ca. 80 Kammern, wo sowohl stationär, derzeit teilweise auch ambulant, behandelt werden kann. Antisauna ist auch bekannt unter der Bezeichnung Kryotherapie. Die therapeutische Wirkung liegt bei Temperaturen von -10ºC bis -110ºC.

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Verlauf der Behandlung und Verhaltensregeln
Sie betreten den Kälteraum in Badekleidung. Ganz wichtig sind Handschuhe, dicke Socken, feste Schuhe, Mundschutz und Ohrwärmer, um die Körperakren (gipfelnde Teile o. Körperenden, wie Kinn, Nase, Finger, Zehen) zu schützen, da diese besonders kälteempfindlich sind! Metallteile: Sie müssen alle Metallteile, wie Schmuck, Uhren ..etc. ausziehen bzw. ablegen.

Bei der Kältetherapie ist eine besondere Atemtechnik nötig, da sich durch die extremen Minustemperaturen die kalte Luft in der Lunge um etwa das Dreifache ausdehnt und die Lungenbläschen sich erweitern. Damit nicht zuviel Sauerstoff ins Blut gelangt, muss man in der Kältekammer häufiger und flacher aus- und einatmen.

Im ersten Raum herrschen -10ºC, um sich an die Kälte zu gewöhnen. Hier bleiben Sie ca. 3 Sekunden. Anschließend betreten Sie, für ca. 30 Sekunden, die folgende Kammer, mit einer Temperatur von -60ºC. Letztendlich gehen Sie noch in den -110ºC kalten Therapieraum. Die Verweildauer hier beträgt maximal 3,5 Minuten. Während dieser Zeit sollten Sie sich zu angenehmer Musik in der Kammer bewegen. Sie verlassen die Therapieräume auf dem gleichen Weg, wie Sie sie betreten haben ohne jedoch zu verweilen.

Die Räumlichkeiten werden, von medizinischem Personal, während der gesamten Behandlung videotechnisch, als auch über direkten Sichtkontakt, durch ein großes Fenster in jedem Raum, überwacht. Mittels Gegensprechanlage ist eine ständige Sprachverbindung sichergestellt. Außerdem befindet sich in jedem Raum eine Notfenster.

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Schmerzlinderung?
Kurzfristig Besonders überraschend und erfreulich ist eine schnelle Schmerzlinderung, die bis zu 2 bzw. 3 Std. oder länger anhalten kann. Sie tritt nach ca. einer halben Minute ein und bedeutet, dass ein großer Teil der Patienten sofort weitgehend schmerzfrei ist. Außerdem kommt es zu einer deutlichen Funktionsverbesserung der Gelenke (gesteigerte Beweglichkeit) und einer Zunahme des Wohlbefindens. Dieser Effekt sollte zu krankengymnastischen Zwecken, insbesondere Dehnübungen, genutzt werden. Kurze Zeit nach der Behandlung tritt häufig ein angenehmes Wärmegefühl ein.

Langfristig
Nach einer gewissen Anzahl von Kältebehandlungen können die Perioden der Schmerzfreiheit längere Zeit anhalten, d.h. es kommt bei der Mehrzahl der Betroffenen zu einer ganz erheblichen Verbesserung der Symptomatik. Das Krankheitsbild bestimmt die Anzahl der Behandlungen und den damit verbundenen therapeutischen Effekt. Oft beginnen wir mit 2 Behandlungen pro Tag. Nach einer Woche ist nur noch eine Therapiesitzung am Tag nötig. Um einen länger anhaltenden therapeutischen Effekt zu erzielen, wie oben beschrieben, sind zwischen 20 und 40 Behandlungen erforderlich.
 
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Auswirkung auf den menschlichen Organismus
  • Schmerzlinderung bzw. Schmerzfreiheit
    (Schmerzleitung im Körper wird durch die Kälte unterbrochen)
  • Entzündungshemmung
  • Funktionsverbesserung betroffener Gelenke und der Muskulatur
  • Abbau von Tonuserhöhungen der Muskulatur (Verkrampfte Muskeln entspannen sich)
  • Verminderung/ Aufhebung des Juckreizes und Abklingen
    von Hautveränderungen bei bestimmten Dermatosen
  • Psychische und physische Aktivierung


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    Indikationen für die Kältetherapie
  • Entzündlich- und degenerativ-rheumatische Gelenkerkrankungen
  • chronische Schmerzen im Rahmen von Arthrosen (z.B. Knie-, Hüftgelenk-, Wirbelsäulen- oder Fingerarthrose)
  • chronische, entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen/ Wirbelsäulensyndrome
  • Fibromyalgie ( eine Form von Weichteilrheuma)
  • Erkrankungen mit erhöhtem Muskeltonus
  • Traumatische Hämatome und Schwellungen
  • Psoriasis arthropathica und vulgaris (verschiedene Formen der Schuppenflechte), Neurodermitis
  • Verbesserung der Nachtruhe, Hilfe bei Schlafstörungen
  • Depressive Zustände, Burn out- Syndrom
  • Postoperative Rehabilitation nach Gelenk- und Wirbelsäulenoperationen
  • Unterstützung bei sportlichen Tätigkeiten, durch ein verbessertes Allgemeinbefinden
  • Migräne


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    Kontraindikationen
    Die Kältekammertherapie ist im Allgemeinen gut verträglich. Auch ältere Menschen können diese Behandlung gefahrlos durchführen. Es gibt allerdings einige Erkrankungen, bei denen die Behandlung nicht oder nur mit größter Vorsicht durchgeführt werden kann.

    Dazu gehören insbesondere folgende Krankheiten:
  • Nieren- und Blasenerkrankungen
  • Schwere Koronarinsuffizienz
  • Herzinfarkt
  • Schwere Herzinsuffizienz
  • Schwere Formen von Herzrhythmusstörungen
  • Raynaud- Syndrom
    (Durchblutungsstörung der Extremitäten mit weißer Verfärbung der Finger oder Zehen)
  • Polyneuropathien (Neigung zu vermehrten vasovegetativen Störungen)
  • Kälteüberempfindlichkeit
  • Hypertonie (Bluthochdruck), schlecht oder garnicht eingestellt
  • periphere, arterielle Durchblutungsstörungen
    (z.B. arterielle Verschlusskrankheit/ Raucherbein)

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    Mobilisierung der Kraftreserven
    Benutzer der Kältetherapie berichten, dass sie nach der "eisigen Anwendung". ein unbeschreibliches Glücksgefühl und ein Gefühl Bäume ausreißen zu können, erfahren. Normalerweise steht nur ein kleiner Teil der persönlichen Energie- und Kraftreserven direkt zur Verfügung. Der größte Teil des Energiepotentials liegt im Verborgenen. Die Therapie in der Kältekammer ist ein Weg der Aktivierung unserer brachliegenden Kraftreserven. Die Leistungssteigerung und das "Sich Wohlfühlen" wird durch eine erhöhte Ausschüttung von Hormonen ( wie Cortison, Endorphinen) und Peptiden in den Blutkreislauf erreicht. Auch der Sauerstoffanstieg bzw. höhere Sauerstoffgehalt im Blut, durch die Intensivierung der Atmung bei -110ºC, trägt dazu bei.

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    Vitalisierende Wirkung
    Die Wirkungsweise der Kältetherapie beruht auf der plötzlichen, schockartigen Abkühlung der Körperoberfläche (Haut)um ca. 2 Grad. Die tatsächliche Körpertemperatur bleibt konstant. Die Kälte betäubt schlagartig die Nerven, und die Blutgefäße bilden eine Schutzzone um den Körperkern, damit dieser nicht auskühlt. Die komplexe Wirkung auf den Körper führt zu einer Zunahme an Vitalität und einer positiven Einwirkung auf das Immunsystem. Die körpereigenen Abwehrkräfte werden gestärkt und Entzündungsreaktionen eingedämmt. Alles in allem kann man sagen, dass die Mobilisierung der Kraftreserven und die vitalisierende Wirkung (das Hochgefühl) durch die Freisetzung der Glückshormone, der besondere "Kick" ist, den sich jeder geben kann, sofern er einen stabilen Kreislauf, keinen erhöhten Blutdruck und keine schweren Durchblutungsstörungen hat (Ärztlich attestiert!).

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