HHO - UNTERDRUCKKAMMER |
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Bei einer Vielzahl von Erkrankungen ist das Gewebe in einem oder mehreren Organen nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt (Hypoxie). Sauerstoff ist lebenswichtig für Stoffwechselvorgänge, die in allen Körperzellen ablaufen. Normalerweise gelangt der Sauerstoff über die Atemluft in die Lunge und wird dort von den roten Blutkörperchen über das Blut in das Gewebe transportiert. Wenn dieser Ablauf gestört ist oder wenn aus anderen Gründen ein erhöhter Sauerstoffbedarf im Gewebe besteht, muss mit Sauerstoff behandelt werden. |
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Neben dem schädlichen Effekt kann Sauerstoffmangel auch einen günstigen Einfluss auf den Stoffwechsel verschiedener Gewebe haben. Bei einem mäßigen Sauerstoffmangel kommt es zu einer Adaptation, einer Anpassung des Körpers an die neue Situation. Diese Anpassung ermöglicht den Zellen, mit weniger Sauerstoff auszukommen, bzw. den vorhandenen Sauerstoff effektiver auszunutzen.
Der gesundheitsfördernde Einfluss eines Aufenthalts im Gebirge ist allgemein bekannt.
Hier spielen insbesondere drei Faktoren eine entscheidende Rolle: 1. Senkung des Sauerstoff-Partialdruckes in der Atemluft Im Gebirge nimmt der Luftdruck mit steigender Höhe ab (hypobar), was zu einer verminderten Menge an Sauerstoff in der Atemluft führt. Zunächst nimmt die Leistungsfähigkeit des Körpers während der Anpassung an die neuen Höhenverhältnisse ab, was sich nach einigen Tagen wieder normalisiert. Es findet ein "Kampf um Sauerstoff" statt, der zu einer erhöhten Widerstandskraft der Körperzellen gegenüber Sauerstoffmangel und somit einem höheren Funktionsniveau führt. So wird die Blutbildung als auch die Herz-, Kreislauf- und Atemfunktion angeregt, eine Leistungssteigerung durch Stressreduzierung erzielt und der Blutdruck gesenkt. Die eigentliche Wirksamkeit eines Gebirgsaufenthalts besteht darin, dass das erworbene höhere Funktionsniveau noch längere Zeit nach Rückkehr auf Normalhöhe erhalten bleibt und somit ein "Überschuss" der Sauerstoffnutzung weiterbesteht. 2. Senkung des atmosphärischen Druckes Ferner bewirkt die Verringerung der Atemgasdichte eine mechanische Erleichterung der Atmung besonders beim Ausatmen. Dies begünstigt die Vertiefung der Atembewegungen, die Steigerung des Atem-Minutenvolumens und die Vergrößerung der Vitalkapazität der Lungen. 3. Allergenkarenz Es herrscht eine allergenarme bzw. -freie Atmosphäre. Bei der HHB - Hypoxischen Hypobarotherapie wird mittels einer Spezialdruckkammer der Organismus wiederholt einem dosierten, niedrigen Umgebungsdruck ausgesetzt. So können die wesentlichen Komponenten des Hochgebirgsklimas (bis zu einer Höhe von 5000 m) nachempfunden werden. Die Unterdrucktherapie ist eine altbekannte Therapie gegen Keuchhusten, Asthma bronchiale und bronchitische Krankheitsbilder, die noch vor ca. 15 Jahren in Deutschland unter dem Begriff der "Bonner Klimakammer" weit verbreitet war. Die Therapie geriet in der BRD, infolge des Einsatzes von Antibiotika, Kortison sowie schleimlösender Mittel und nicht zuletzt aufgrund der Nichterstattung durch die Krankenkassen, weitgehend in Vergessenheit. Wissenschaftlich erforscht wurde die Hypoxische Hypobarotherapie HHB hauptsächlich im russischen Sprachraum, dementsprechend ist in der internationalen (englischsprachigen) Fachliteratur wenig zu finden. Anders in den osteuropäischen Ländern, einschließlich der ostdeutschen Bundesländern, wo der HHB zumindest im Bereich Sportmedizin eine besondere Bedeutung beigemessen wurde. |
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